Versteckte Kamera in Wohnung – Deutsche Touristin verklagt Airbnb

Von Michael R. Jackson, Gesellschafter

Deutsche Touristin verklagt AirbnbEine deutsche Touristin verklagt Airbnb wegen versteckter Kamera mit Hilfe der Kanzlei Jackson Law International und erzielt einen vertraulichen Vergleich, nachdem in der Airbnb Wohnung eine Kamera entdeckt wurde. Die Kanzlei Jackson Law International geht regelmäßig gegen große amerikanische Unternehmen vor, um für die Gerechtigkeit geschädigter Personen zu kämpfen. Wir waren deshalb bereits vorbereitet, als sich die deutsche Staatsbürgerin Y.S. (im Folgenden Frau S.) an unsere Kanzlei wandte, weil ihr etwas Entsetzliches mit Airbnb und den Gastgebern zugestoßen war, nachdem Ihr Freund eine Wohnung für die Zeit gemietet hatte, in der sich Frau S. in den Vereinigten Staaten aufhielt.

Frau S. hatte bereits in Deutschland von ihrem bevorstehenden Urlaub im sonnigen Kalifornien geträumt. Als es an der Zeit war, die Unterkunft in Kalifornien zu buchen, ging ihr Freund auf die populäre Internetseite von Airbnb, um eine Wohnung von einem der vielen ‟Gastgeber” in der Gegend zu mieten. Airbnb stellt sich selbst als “ein vertrauenswürdiger Community-Marktplatz, auf dem Menschen einzigartige Unterkünfte auf der ganzen Welt inserieren, entdecken und buchen können” dar. Die vermeintliche Attraktivität entspringt zumindest teilweise dem Umstand, dass sich der Gast, in einer über Airbnb vermieteten Unterkunft, heimischer fühlt, als in einem sterilen Hotelzimmer.

Am Anfang fühlte sich Frau S. in der Wohnung wie zu Hause; sie fühlte sich in der Tat so wohl, dass sie gleich zu Beginn und während des Aufenthalts nackt durch die Wohnung ging, insbesondere von ihrem Schlafzimmer zum Bad. Frau S. besprach mit ihrem Freund, in der über Airbnb vermieteten Wohnung, wichtige persönliche, private und intime Angelegenheiten, wobei viele davon im Wohnzimmer stattfanden. Am dritten Tag des Aufenthalts sah der Freund von Frau S. ein Licht, welches vom Regal im Wohnzimmer kam und stellte fest, dass es sich um eine ferngesteuerte Kamera, in der über Airbnb gemieteten Wohnung, handelt. Der Freund von Frau S. ist im Informations- und Technologiebereich tätig, weshalb ihm gleich auffiel, dass es sich bei dem Gerät nicht nur um eine Kamera handelt, sondern um eine Kamera, die eingeschaltet, voll operationsfähig ist und über einen signifikanten Blickwinkel verfügt und dass die Kamera im Stande war, Audio aufzunehmen, wie z.B. hörbare Signale, und video-grafische Bilder in der Nacht. Frau S. sah, wie sich die Kamera bewegte, was bezeugte, dass sie funkferngesteuert wurde. Zudem wussten die Gastgeber über was, in der über Airbnb vermieteten Wohnung, zeitgleich gesprochen wurde, obwohl sie zum Zeitpunkt der Gespräche nicht anwesend waren. Frau S. fühlte sich zutiefst gedemütigt und machte sich nicht nur Sorgen darüber, dass sie bespitzelt wurde, sondern auch, dass sie in der Wohnung gefilmt und/oder abgehört wurde und eine solche Aufnahme ins Internet gestellt wird. Infolgedessen zog Frau S. aus der über Airbnb vermieteten Wohnung aus.

Frau S. reichte Klage gegen Airbnb und die Gastgeber beim Bundesgericht in Kalifornien ein. Airbnb’s Business Model als “ein vertrauenswürdiger Community-Marktplatz, auf dem Menschen einzigartige Unterkünfte auf der ganzen Welt inserieren, entdecken und buchen können” nutzte die Kanzlei Jackson Law International und führte aus, dass Airbnb Immobilien vermittelt, die vermietet werden, d.h. Airbnb findet für Vermieter, die ein Einfamilienhaus, eine Wohnung usw. besitzen und diese vermieten wollen, Mieter und erhält für diese Dienstleistung eine Provision. Die Kanzlei Jackson Law International führte insbesondere aus, dass Airbnb:

  1. Unterkünfte zur Miete inseriert;
  2. eine Plattform schafft, auf der sich dritte Parteien eine Immobilie ansehen können, indem sie die Immobilie online zur Ansicht stellen und damit potentielle Mieter werben;
  3. den Eindruck verschafft, wenn auch den falschen, dass zwischen den Parteien Vertrauen und Sicherheit besteht;
  4. als Makler zwischen den Gastgebern und dritten Parteien für die Vermietung dieser Immobilien fungiert;
  5. die angefallenen Gebühren von den Gastgebern einfordert; und
  6. alle Probleme adressiert, die im Zusammenhang mit der Vermietung dieser Immobilien stehen.

Die Kanzlei Jackson Law International führte weiterhin aus, dass Airbnb trotz Beteiligung an diesen Aktivitäten gegen Artikel 10130 des kalifornischen Business and Professions Code hinsichtlich der Aufsicht von Maklern im Bundestaat Kalifornien verstößt.

Die Kanzlei Jackson Law International argumentierte auch, dass Gastgeber, durch das Business Model von Airbnb, auf die Vermieterseite gestellt werden, ohne dass diese zuvor überprüft wurden, um so die Sicherheit und das Wohlbefinden der dritten Parteien, die sich in den Unterkünften von Airbnb aufhalten, zu gewährleisten. Die Kanzlei Jackson Law International führte in der Klage aus, dass Airbnb‘s beklagenswertes und geradezu gefährliches Business Model mehrere Fehler aufweist, einschließlich, aber nicht ausschließlich:

  1. Airbnb’s Versäumnis, stichhaltige Überprüfungen der Vermieter durchzuführen;
  2. Airbnb’s Versäumnis, die persönlichen Informationen der Vermieter angemessen und vollständige zu überprüfen;
  3. Airbnb’s Versäumnis, Angaben und Details der Unterkunft zu überprüfen, die von den Vermietern vermietet wird;
  4. Airbnb’s Versäumnis, Richtlinien und Vorschriften zu schaffen, die das Common Law, das Verfassungsrecht und gesetzlich geschützte Rechte auf Privatsphäre und Zurückgezogenheit und den ungestörten Genuss der vermieteten Räume, ohne Hausfriedensbruch, zu schützen, die von dritten Parteien über Airbnb gemietet werden.

Diese vermeintlich gefährlichen Geschäftsgebaren von Airbnb haben die Grundlage der Ansprüche dargestellt, die gegen Airbnb geltend gemacht wurden. Die Gastgeber wurden, wegen dem Vorhandensein einer Kamera, gesondert verklagt. Im Endeffekt musste das Gericht keine Entscheidung über die rechtlichen Argumente treffen, weil die Beklagten und Frau S. einen gütlichen Vergleich mit vertraulichen Bedingungen schließen konnten. Dieser Vergleich wurde zu Beginn der Rechtsstreitigkeit geschlossen, noch lange vor der sog. ʽDiscovery Phaseʼ, eine umfangreiche Aufdeckungsphase im amerikanischen Rechtssystem und noch vor dem Stattfinden der Hauptverhandlung. Die Kanzlei Jackson Law International ist stolz darauf, dass die Beklagten, sowohl rechtlich als auch finanziell, für die störenden Ereignisse, die Frau S. erleben musste, zur Rechenschaft gezogen werden konnten.

In diesem Zusammenhang würde die Kanzlei Jackson Law International gerne der Gelegenheit entgegensehen, auch Ihren Fall zu überprüfen, ob nun gegen eine Privatperson oder ein Unternehmen und die Erfolgsaussichten einzuschätzen. Bitte sehen Sie sich unsere Internetseite an, um mehr über die Kanzlei Jackson Law International und ihre Anwälte und Tätigkeitsfelder zu erfahren. Unsere internationale Erfahrung ermöglicht es uns, unsere Mandanten in internationalen Angelegenheiten zu beraten und unsere Kanzlei freut sich auf die Möglichkeit, von dieser Erfahrung auch in Ihrem Fall Gebrauch zu machen. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail, damit wir Ihren Fall besprechen können.

Bitte beachten Sie, dass wir Sie nicht vertreten und keine rechtlichen Schritte in Ihrem Namen einreichen können, bis wir einen rechtlichen Vertretungsvertrag abgeschlossen haben. Sollten wir nicht auf Ihre Anfrage antworten, kontaktieren Sie bitte umgehend eine andere Kanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

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