Die Kanzlei Jackson Law International tritt dem größten Netzwerk von internationalen Kanzleien bei.

Asociación Europa de AbogadosDie ist eine Kanzlei, die sich durch ihre umfangreiche internationale Tätigkeit auszeichnet, welche, durch die Vertretung deutschsprachiger Mandanten und Firmen mit Hauptsitz in Europa, bis über den Atlantik reicht. Die Asociación Europea de Abogados hat diese internationale Ausrichtung gelobt, indem sie die Kanzlei Jackson Law International dieses Jahr eine Mitgliedschaft angeboten hat. Die Organisation (“die AEA”) stellt strenge Voraussetzungen an eine Mitgliedschaft, mit der Absicht, der Öffentlichkeit eine rechtliche Beratung bieten zu können, die auf einem einheitlichen qualifizierten Standart sowie einem unanfechtbaren ethischen Standart innerhalb der Mitgliedschaft beruht.

Die AEA ist das größte Netzwerk von internationalen Kanzleien. Die AEA wurde in der Eropäischen Union gegründet und hat daher starke Wurzeln in Europa. Mit der Zeit hat sich die Organisation jedoch auch weltweit ausgedehnt. Die Kanzlei Jackson Law International fühlt sich geehrt nun zu 760 Kanzleien weltweit zu gehören, in denen ca. 5000 einzelne Mitglieder beschäftigt werden. Die AEA ist das einzigste Netzwerk von Rechtsanwälten, welches alle 196 unabhängigen Länder abdeckt. Durch ihre Mitgliedschaft bezweckt die Kanzlei Jackson Law International geschäftliche Beziehungen mit Rechtsanwälten weltweit auf dem Gebiet des internationalen Rechts aufzubauen. Aufgrund der Tatsache, dass die Welt in der wir leben, immer globaler wird, benötigen sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen mehr und mehr rechtlichen Beistand weltweit. Die Mandanten der Kanzlei Jackson Law International können sich auf uns verlassen, weil sie wissen, dass sie sich auf unsere Empfehlungen von Rechtsanwälten weltweit verlassen können, wenn sie Unterstützung im Ausland benötigen.

Wir bitten Sie, sich einmal unsere Internetseite anzuschauen, um so mehr über die Kanzlei Jackson Law International und ihre Tätigkeitsfelder zu erfahren. Unsere internationale Erfahrung erlaubt es uns, unsere Mandanten in internationalen Angelegenheiten zu unterstützen und wir freuen uns auf die Möglichkeit, von dieser Erfahrung auch bei Ihnen Gebrauch zu machen. Bitte kontaktieren Sie uns per E-mail, um Ihre Angelegenheit zu besprechen.

Hinweis:  Diese Webseite bietet nur allgemeine Informationen. Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© Jackson Law International 2016

 

Arzthaftungsrecht: Deutscher Austauschschüler erhält Vergleichssumme iHv. 5.000.000,00 Dollar

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Arzthaftungsrecht: Deutscher Austauschschüler erhält Vergleichssumme iHv. 5.000.000,00 Dollar

Von Michael R. Jackson, Gesellschafter

Im Arzthaftungsrecht erzielte die Kanzlei Jackson Law International für einen deutschen Austauschschüler in Minnesota eine Vergleichssumme i.H.v. 5.000.000,00 Dollar, nachdem ein Arzt und Krankenhaus es verfehlten, die richtige Diagnose seiner schlimmen Beinverletzung zu stellen.  Der Schüler Lukas (sein Name wurde in Anbetracht des Vertraulichkeitsabkommen in diesem Fall geändert) kam im jungen Alter von 16 Jahren nach Minnesota, um dort für ein Jahr die Schule zu besuchen. Mit einem Fall im Arzthaftungsrecht hatte er nicht gerechnet.  Jedoch kurz vor Ablauf seines Aufenthaltes musste Lukas aufgrund einer Knieverletzung, die er sich beim Wasserskifahren zugezogen hatte, in  die Notaufnahme eines örtlichen Krankenhauses geliefert werden. In der Notaufnahme wurde er von Krankenschwestern und einem Notaufnahmearzt behandelt. Lukas teilte den behandelnden Kräften mit, dass er sich beim Wasserskifahren verletzt hatte und spürte, wie sein Knie raus-und wieder reinsprang.  Der Schmerz, den Lukas empfand, lag auf einer Skala von 1-10 bei 10. Der Arzt stufte seinen Fuß als ‟kribbelnd” ein und das obwohl die Krankenschwester ihn ursprünglich als ‟taub” eingestuft hatte. Der Arzt hatte dokumentiert, dass er im Stande war das Bein normal zu bewegen, die Bewegungsfreiheit durch den Unfall also nicht eingeschränkt wurde. Zwar wusste der deutsche Austauschschüler nicht das englische Wort für auskugeln, jedoch hatte er auch dem Arzt erklärt, dass er merkte, wie sein Knie ‟raussprang” und dann wieder ‟reinsprang”. Ein Übersetzer wurde Lukas während seiner Zeit in der Notaufnahme nicht zur Verfügung gestellt.

Durch den Aufprall im Wasser verspürte Lukas eine Auskugelung von seinem Knie, doch noch bevor das Krankenhaus erreicht wurde, hatte sich die Auskugelung spontan reduziert oder selbst korrigiert. Der Arzt der Notfallaufnahme sagte zu Lukas, dass er nicht glaube, dass sich das Knie ausgekugelt hatte, er veranlasste jedoch die Aufnahme von Röntgenbildern.  Nachdem eine Abrissfraktur diagnostiziert wurde, es handelt sich dabei um eine kleine Fraktur, welche in den meisten Fällen nicht operativ behandelt wird, wurde Lukas nach Hause zu seinen Gasteltern geschickt und um Wiedervorstellung beim Orthopäden unter der Woche gebeten. Was Lukas jedoch nicht wusste war, dass die Abrissfraktur das kleinste seiner medizinischen Probleme darstellte. Wie sich herausstellte, hatte sich Lukas einen 1) zum Schienenbein gehörenden Riss des vorderen Kreuzbandes; 2) einen Riss des hinteren Kreuzbandes und 3) einen linken medialen Meniskusriss (Hinterhorn) zugezogen. Das bedeutet, dass sein Knie unglaublich instabil war und normale Bewegungsübungen in der Notaufnahme mit Sicherheit nicht stattfinden konnten. Aber das ist nur ein Fakt von vielen, welcher die Untersuchung in der Notaufnahme in Frage stellte. Allerdings führten diese zusätzlichen Verletzungen dazu, dass Lukas einen viel signifikanteren medizinischem Notfall entwickelte, der einen komplizierten Fall im Arzthaftungsrecht nach sich zog.

Die meisten Verletzungen von Lukas waren auf den Röntgenbildern nicht ersichtlich. Der Knackpunkt des Falles liegt daher in dem Umstand, dass der Mechanismus der Verletzung, wie z.B. die hohe Geschwindigkeit des Aufpralls und die Beschwerden des Patienten, den Arzt dazu hätten alamieren müssen, dass möglicherweise eine weitaus höhere Gefahr für den Patienten vorliegt. In der Tat wird diese Art von Verletzung wegen dem Risiko einer arteriellen Beeinträchtigung, z. B. Schaden, als vaskulärer Notfall betrachtet. In diesem Fall hätte die Vorgeschichte des Patienten und der Mechanismus der Verletzung bei einem umsichtigen Arzt den Verdacht einer Auskugelung wecken sollen. Diese Bedenken  würden den umsichtigen Arzt an eine neurovaskuläre Verletzung der Kniekehle denken lassen. Ist dies der Fall, werden zusätzliche Untersuchungen gewährleistet oder der Patient wird zumindest über Nacht zur Kontrolle dabehalten. Stattdessen wurde Lukas entlassen.

Im Verlauf des Abends verspürte Lukas weiterhin Schmerzen. Die Gasteltern riefen die Beratungsstelle des Krankenhauses an, welche von Krankenschwestern beantwortet wird, wo ihnen mitgeteilt wurde, dass es erst schlimmer und dann besser werden wird. Die zusätzlichen Verletzungen führten jedoch zu einer zunehmenden Ischämie (ungenügenden Durchblutung), was zu einem Kompartmentsyndrom im unteren Bein von Lukas führte. Da sich keine Besserung einstellte, entschlossen sich die Gasteltern von Lukas ihn in ein anderes Krankenhaus zu bringen. Die ihn dort behandelden Ärzte realisierten sofort die Schwere seiner Verletzungen. Lukas musste mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen. Weil  der erste Arzt es unterlassen hatte, rechtzeitig in den Prozess einzugreifen, hatte die ungenügende Durchblutung des Beines bedauerlicherweise dazu geführt, dass die Gewebevitalität nicht erhalten werden konnte und zum Zeitpunkt als die Art der Verletzungen durch die Ärzte im zweiten Krankenhaus richtig eingestuft wurden, war es schon zu spät und die Ärzte rieten dazu, das Bein von Lukas zu amputieren. Im Endeffekt wurde Lukas, aufgrund des Beharren seiner Mutter, mit einem Ambulanzflugzeug zurück nach Deutschland geflogen, wo er für einen längeren Zeitraum behandelt wurde und es den Ärzten möglich war, sein Bein zu retten. Bei dem Versuch die schweren Verletzungen seines Beines zu korriegieren, musste er sich jedoch 14 Operationen unterziehen. Trotz dieser Bemühungen konnte das verletzte Muskelgewebe an seinem Bein nicht mehr gerettet werden, was ihn mit einem von Ärzten genannten ‟Storchenbein” zurückläßt.

Lukas war ein begeisterter Tennisspieler. Vor dem Unfall spielte dieser deutscher Austauschschüler Fußball und ging Joggen, war oft Ski gelaufen, fuhr Inline Skaters und Fahrrad. Aufgrund des Unfalls  konnte Lukas all diese Aktivitäten nur noch schwer oder gar nicht mehr ausüben.  Ohne Frage wurde sehr viel im täglichen Leben von Lukas beeinflußt.

Die Kanzlei Jackson Law International engagierte 10 Experten, die dabei halfen, den Fall gründlich für das Gerichtsverfahren vorzubereiten, einschließlich einem Arzt der Notfallaufnahme, einem Kinderarzt der Notfallaufnahme, einem Orthopäden, einem deutschen Orthopäden, um sich mit der Behandlung in Deutschland zu beschäftigen, einem Gefäßchirurgen, einem Physiater, einem Psychologen, einem ‟Life Care Planner”, einem deutschen Experten für den Arbeitsmarkt und einem Wirtschaftswissenschaftler. Lukas wurde in die USA eingeflogen, so dass die meisten der engagierten Experten ihn persönlich einschätzen konnten. Die Berichte der Experten waren umfänglich und malten ein Bild, welches der Gegenseite aufzeigte, dass ein Gerichtsverfahren ein großes Risiko für sie mit sich bringen würde. Obwohl medizinisches Personal in Minnesota nicht verpflichtet ist, sich einer Mediation zu unterwerfen, waren es letztendlich die Beklagten – als sie mit den überragenden Beweisen konfrontiert wurden, welche der Jury vorgelegt würden – welche um eine Mediation baten. Die Kanzlei Jackson Law International konnte im Endeffekt im Arzthaftungsrecht eine Vergleichssumme i.H.v. $ 5.000.000,00 für den deutschen Austauschschüler erzielen.

Wenn Sie eine Kanzlei beauftragen, Ihre rechtlichen Interessen zu vertreten, beachten Sie zwei wichtige Punkte: 1) besitzt die Kanzlei die nötige Erfahrung, um Sie in Ihrem Fall vertreten zu können und 2) ist sie im Stande, sich richtig auf das Gerichtsverfahren vorzubereiten, so dass die Beklagten das Risiko, das sie mit einem Gerichtsverfahrens eingehen auch vollständig verstehen. Diese zwei Punkte werden einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zum Erfolg in Ihrem Fall leisten. Auch wenn andere Kanzleien behaupten, über solches Können und solche Fähigkeiten zu verfügen, nehmen Sie sich die Zeit und überprüfen Sie diese Behauptungen. Die Familie von Lukas hat sich die Zeit genommen, diese Kanzlei gründlich zu prüfen und bestitzt nun den Seelenfrieden, einen außerordentlich guten Vergleich für Lukas geschlossen zu haben. Tatsächlich hat die Höhe des Vergleichs die Reichweite überschritten, welche normalerweise bei einem Fall im Bereich des Arzthaftungsrechts in Minnesota erreicht wird.  Die Art und Höhe des Vergleichs haben es Lukas erlaubt einen neuen Karriereweg im Bereich des Ingenieurwesens einzuschlagen.  Lukas, ein kluger junger Mann, kann nun, durch die Resolution der schweren Zeit in seinem Leben, Frieden mit seinem Leben schließen.

Ich und zwei andere Rechtsanwälte dieser Kanzlei haben Lukas und seine Familie bereits mehrmals seit dem Vergleichsschluss in diesem Fall besucht und pflegen regelmäßigen Kontakt.  Das ist ein Spiegelbild dessen, wie wir unsere Mandanten sehen, als Teil einer großen Familie, für die wir eifrig nach Erfolg streben.

Im vorliegenden Fall wird auch noch ein anderer Punkt unterstrichen, welcher der Kanzlei Jackson Law International innewohnt. Wir repräsentieren überall in den Vereinigten Staaten regelmäßig deutsche Mandanten im Arzthaftungsrecht. Einem allgemeinen amerikanischen Anwalt / Kanzlei wird es aufgrund der Sprache und kulturellen Unterschieden nicht möglich sein, die Bedürfnisse eines deutschen Mandanten so zu verstehen, wie sie die Kanzlei Jackson Law International versteht. Unser Können mit diesen Feinheiten umzugehen ist oftmals der Schlüssel zum Erfolg. In Kanzleien, die einen unerfahrenen deutschen Rechtsanwalt als Mittelmann für die amerikanischen Kollegen einschalten, ist ein Einschleichen von Fehlern bereits vorprogrammiert. Bestehen Sie im Generellen, nicht nur im Arzthaftungsrecht, auf jemanden der Ihre Sprache spricht, sondern auch auf jemanden, der Erfahrung in Ihrer Art von Fall vorweisen kann – wir freuen uns darauf, Ihren Bedürfnissen die besten Lösungen bieten zu können.

Wir empfehlen Ihnen, sich einmal auf unserer Internetseite umzuschauen und mehr über die Kanzlei Jackson Law International, ihre Rechtsanwälte und Tätigkeitsfelder zu erfahren. Unsere internationale Erfahrung erlaubt es uns, unsere Mandanten in internationalen Angelegenheiten zu vertreten und die Kanzlei freut sich auf die Möglichkeit, dieser Erfahrung für Sie umzusetzen. Bitte kontaktieren Sie uns per Email, um Ihre Angelegenheit zu besprechen.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

Autounfall in Florida – Deutsches Ehepaar erleidet Verletzungen, weil amerikanischer Autofahrer beim Fahren getextet hat

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Von Michael R. Jackson, Gesellschafter

Jackson Law Firm International kürzlich die Ehre, ein deutsches Ehepaar vertreten zu dürfen, welches in die Vereinigten Staaten gereist war, um sich für einen längeren Zeitraum im Sonnenstaat Florida aufzuhalten. Doch unglücklicherweise wurden sie in einen Autounfall in Florida verwickelt, weil ein amerikanischer Autofahrer während seiner Fahrt getextet hatte. Auf der Ausflugsliste der deutschen Touristen stand u.a. auch Ocala’s horse-country. Auf der Fahrt zu diesem schönen Teil des Staates, wurde ihr Fahrzeug von hinten angefahren, weil der Fahrer des anderen Fahrzeugs während der Fahrt getextet hatte. Der Autounfall in Florida führte dazu, dass Behandlungen im örtlichen Krankenhaus notwendig waren. Leider war der Urlaub in Florida durch die Verletzungen, die der Ehemann durch den Unfall erlitten hatte, ruiniert. Nach Heimkehr und ärztlicher Untersuchung durch seinen deutschen Arzt, unterwarf der Ehemann sich einer Langzeitbehandlung, um so seinen Verletzungen eine mögliche Heilungschance zu geben. Dies war sicher nicht der erwünschte Ausgang, welchen sich das Ehepaar, bei der Planung ihrer Reise nach Florida, vorgestellt hatte.

Sie benötigten nicht nur einen erfahrenden Rechtsanwalt, sondern einen, der mit ihnen deutsch spricht und ihnen bei der Durchsetzung ihrer Schadensersatzansprüche, für ihre Körperverletzungen, im Gerichtsaal in Florida behilflich sein konnte. Es war aber nicht ausreichend genug, dass der Rechtsanwalt deutsch spricht, darüberhinaus musste es ein Rechtsanwalt sein, der auch über die erforderliche Erfahrung in Körperverletzungsfällen verfügt. Und genau aus diesem Grund, hat mich eine der größten deutschen Rechtsschutzversicherungen kontaktiert und mich um die Vertretung dieser beiden deutschen Touristen, welche in einen Autounfall in Florida verwickelt wurden, gebeten.

Im Verlauf des Rechtsstreits, verlangte die Versicherung des unaufmerksamen Fahrers, die medizinischen Unterlagen unseres verletzten Mandanten. Sie führten das Argument an, dass unser Mandant bereits vor Jahren schon eine Rückenverletzung hatte. Nach gründlicher Analyse der zurückliegenden Verletzung und nach Vergleich mit der beim Autounfall in Florida zugezogenen Verletzung, stellte sich heraus, dass die neue Verletzung in keinem Zusammenhang mit der zurückliegenden Verletzung stand. Nichtsdestotrotz wollte die Versicherungsgesellschaft des Unfallfahrers keinen Vergleich abschließen. Letztendlich gelang es unserer Kanzlei jedoch, die Versicherungsgesellschaft davon zu überzeugen, dass ein Vergleichsschluss die beste Lösung für sie darstellte und somit schafften wir es, die Rechtsstreitigkeit für die beiden deutschen Touristen erfolgreich zu beenden. Und vor allem waren die Kosten des Rechtsstreits durch den Versicherungsbrief des Ehepaares gedeckt.

Selbst wenn Sie mit einem deutschsprachigen Anwalt in den Vereinigten Staaten sprechen und dieser behauptet, über Erfahrung in dieser Art von Fällen zu verfügen, lassen Sie sich tatsächliche Gerichtsdokumente in verschiedenen Körperverletzungsfällen zeigen, welche von diesem Anwalt persönlich zum Abschluss gebracht wurden und Sie sich damit sicher sein können, dass er tatsächlich über jene Fallerfahrung verfügt, welche er am Telefon oder auf seiner Internetseite zu besitzen verspricht. Wenn Sie sich Körperverletzungen aufgrund eines Unfalls in den Vereinigten Staaten zuziehen, sollten Sie ihr Glück nicht in die Hände eines Unerfahrenen legen.

Wir bitten Sie, sich unsere Internetseite einmal anzuschauen und so mehr über Jackson Law Firm International, deren Anwälte und Tätigkeitsfelder zu erfahren. Unsere internationale Erfahrung ermöglicht es uns, unsere Mandanten in internationalen Angelegenheiten zu vertreten und wir freuen uns auf die Möglichkeit, von dieser Erfahrung auch bei der Vertretung Ihrer Interessen Gebrauch zu machen. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail um Ihre Angelegenheit mit uns zu besprechen.

Hinweis: Es ist davon auszugehen, dass wir Sie noch nicht repräsentieren, und können daher für Sie keine Transaktionen unternehmen, solange wir noch keinen formellen rechtlichen Repräsentationsvertrag abgeschlossen haben. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder nicht in der Lage sind, Ihren Fall anzunehmen, wenden Sie sich bitte umgehend an eine andere Kanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© Jackson Law International 2014

Deutsche Touristen schlieβen nach Autounfall in den USA Vergleich in Colorado

Autounfall in den USAMichael R. Jackson, Gesellschafter

Jackson Law International vertrat vor Kurzem deutsche Mandanten, die in einen schlimmen Autounfall in den USA verwickelt waren.  Stellen Sie sich vor, Sie kommen von Deutschland in den Vereinigten Staaten in Las Vegas, Nevada an und mieten sich ein Auto, um zum Grand Canyon und anderen Nationalparks in anderen Staaten wie Arizona, Colorado, Utah und Wyoming zu fahren.  Doch anstelle des von Ihnen geplanten spannenden Urlaubs, sind Sie in einen Autounfall in den USA in den Bergen Colorado’s verwickelt und Ihr Mietauto sieht so aus, wie auf dem Foto oben und noch schlimmer, Sie müssen im Krankenhaus wegen ihrer Unfallverletzungen behandelt werden. Ihre Verletzungen sind so gravierend, dass Sie nicht nach Hause fliegen können und an eine Fortsetzung der Reise durch den Westen der Vereinigten Staaten ist in den nächsten Wochen nicht zu denken. Endlich wieder zu Hause angekommen, müssen Sie eine Physiotherapie machen und es wird Monate dauern, bis Ihre Verletzungen verheilt sein werden. Für deutsche Touristen, die in einen Autounfall verwickelt sind, kann dies ein entmutigendes Ereignis darstellen.

Unlängst war ich mit der Vertretung eines jungen Paares beauftragt, welches sich genau in dieser Situation befand nach einem Autounfall in den USA. Sie benötigten einen amerikanischen Rechtsanwalt, der fließend Deutsch spricht und ihnen bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen, für ihre Körperverletzungen, im Gerichtssaal in Colorado behilflich sein konnte. Dabei war es aber nicht nur wichtig, dass der Anwalt Deutsch spricht, sondern auch, dass der Anwalt über die notwendige Erfahrung in Körperverletzungsfällen verfügt. Und genau aus diesem Grund, hat mich eine der größten deutschen Rechtsschutzversicherungen kontaktiert und mich um die Vertretung dieser beiden deutschen Touristen, welche in einen Autounfall in den USA verwickelt wurden, gebeten.

Es handelte sich um einen komplizierten Fall, da der Unfallverursacher nach dem Autounfall verstarb und es notwendig wurde, die Erben des Verstorbenen ausfindig zu machen und den Anspruch gegen diese geltend zu machen. Nachdem die Klage eingereicht wurde, wurde eine Vielzahl von Informationen und Unterlagen mit dem Anwalt des verstorbenen Fahrers ausgetauscht, es mussten die Art und das Ausmaß der Verletzungen des Paares aufgezeigt werden. Nachdem diese Informationen und Unterlagen durchgesehen wurden, bestand die Versicherung des Unfallverursachers auf eidesstattliche Aussagen meiner verletzten Mandanten, weshalb ich nach Deutschland flog, sie auf ihre Aussagen vorbereitete und ihnen auch während ihrer Aussagen, welche in Nürnberg stattfanden, assistierend zur Seite stand. Nachdem die Versicherungsgesellschaft die Möglichkeit hatte, sich von meinen Mandanten ein Bild zu machen, sowie von der erfolgreichen Art und Weise, wie ihre Aussagen vonstatten gingen, war es mir gelungen, einen erfolgreichen Vergleich für meine, in einen Autounfall in den USA verwickelten Mandanten, zu schliessen. Vor allem waren die Kosten des Rechtsstreits durch den Versicherungsbrief meiner Mandanten gedeckt.

Selbst wenn Sie mit einem deutschsprachigen Anwalt in den Vereinigten Staaten sprechen und dieser behauptet, über Erfahrung in dieser Art von Fällen zu verfügen, lassen Sie sich tatsächliche Gerichtsdokumente in verschiedenen Körperverletzungsfällen zeigen, welche von diesem Anwalt persönlich zum Abschluss gebracht wurden und Sie sich damit sicher sein können, dass er tatsächlich über jene Fallerfahrung verfügt, welche er am Telefon oder auf seiner Internetseite zu besitzen verspricht. Wenn Sie sich Körperverletzungen aufgrund eines Unfalls in den Vereinigten Staaten zuziehen, sollten Sie ihr Glück nicht in die Hände eines Unerfahrenden legen.

Wir bitten Sie, sich unsere Internetseite einmal anzuschauen und so mehr über Jackson Law International, deren Anwälte und Tätigkeitsfelder zu erfahren. Unsere internationale Erfahrung ermöglicht es uns, unsere Mandanten in internationalen Angelegenheiten zu vertreten und wir freuen uns auf die Möglichkeit, von dieser Erfahrung auch bei der Vertretung Ihrer Interessen Gebrauch zu machen. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail um Ihre Angelegenheit mit uns zu besprechen.

Hinweis:  Diese Webseite bietet nur allgemeine Informationen. Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© Jackson Law International 2014

Verletzte Passagiere auf Kreuzfahrten

In meinem dritten Beitrag zeige ich auf, dass verletzte Passagiere auf Kreuzfahrten, durch das Athener Übereinkommen über die Beförderung von Reisenden und ihrem Gepäck von 1974, möglichweise weiterreichende Rechte eingeräumt bekommen. Am 23. April 2014 werden neue Regelungen des Athener Übereinkommens in Kraft treten, welche sich “Protokoll 2002” nennen und welche Auswirkungen auf verletzte Passagiere auf Kreuzfahrten und deren Ansprüche haben können.

Am 23. April 2014 werden neue Regelungen des Athener Übereinkommens in Kraft treten. Für verletzte Passagiere auf Kreuzfahrten werden diese neuen Regelungen, welche sich “Protokoll 2002” nennen,  Einfluss auf deren Rechte nehmen.

Es wichtig zu wissen, dass die USA dieses neue Protokoll nicht akzeptiert und daher auch nicht unterschrieben hat, genau wie die USA auch das Athener Übereinkommen selbst nicht akzeptiert hat. Die jetztige Rechtslage stellt sich daher wie folgt dar: Für Kreuzfahrten welche in den USA beginnen, die USA besuchen oder in den USA enden, ist das Athener Übereinkommen nicht anzuwenden. Dies gilt selbst dann, wenn das Kreuzfahrt-Ticket es ausweist. Für amerikanische Bürger sowie Bürger anderer Nationalitäten, welche keinen amerikanischen Hafen anfahren, gilt das Athener Übereinkommen nach wie vor. In diesen Fällen kommt jedoch das neue Protokoll zur Anwendung. Es wurde von einer Vielzahl von Nationen angenommen, was wiederum Voraussetzung für seine Inkrafttretung war.

Das Protokoll weist neue Regelungen hinsichtlich Haftungsgrenzen, Fristen zur Klageeinreichung und zur Beweispflicht auf.  Aufgrund dieser Neuerungen ist es nun auch durchaus vorstellbar, dass die USA das Athener Übereinkommen akzeptieren wird, insbesondere wenn man bedenkt, das die Entwerfer des Protokolls dies bereits als einen Motivationsgrund im Auge hatten.

Zuallererst wird das neue Protokoll die Haftungsgrenze des Beförderungsunternehmens anheben. Lag die Grenze früher bei ca. $70,000.00 für verletzte Passagiere, so liegt sie nun bei ca. $375.000,00 pro verletzten Passagier.  Das Beförderungsunternehmen ist also verpflichtet, verletzte Passagiere bis ca. $375.000,00 zu versichern. Eine Klage gegen die Versicherungsgesellschaft ist daher bis zu einem Betrag von ca. $375.000,00 möglich.

Als zweites wurde die Frist zur Einreichung einer Klage durch einen verletzten Kreuzfahrtschiff-Passagier von 2 Jahren auf 3 Jahre angehoben.

Und letztendlich wurde der Bereich der verschuldensunabhängigen Haftung geändert. Das Athener Übereinkommen sieht nun eine strikte verschuldensunabhängige Haftung des Kreuzfahrtschiffbetreibers vor. Diese gilt für alle Klagen verletzter Kreuzfahrtschiff-Passagiere, deren Verletzungen auf einem Schiffsunfall basieren. Dabei gilt als Schiffsunfall alles was im Zusammenhang mit der Betriebnahme eines Schiffs steht, wie z.B. Schiffbruch, Kenterfälle, Zusammenstoss oder Auflaufen des Schiffs auf Grund, sowie auch Unfälle die im Zusammenhang mit einem Schiffsschaden stehen.

Das Athener Übereinkommen von 1974 basierte auf einem Verschuldenssystem, wobei die Vermutung des Verschuldens beim Beförderungsunternehmen lag.  Das Beförderungsunternehmen hatte jedoch die Möglichkeit zu beweisen, dass ein Vorfall nicht in dessen Schuld lag und konnte somit einer Haftung entgehen.

Unter Zugrundelegung des neuen Protokolls, resultiert ein Schiffsschaden nun in einer strikten Haftung des Kreuzfahrtschiffbetreibers. Für verletzte Passagiere auf einem Kreuzfahrtschiff bedeutet dies, dass sie nur beweisen müssen, dass sie einen Unfall hatten und durch diesen Unfall einen Schaden erlitten haben. Einzige Ausnahme hiervon ist, wenn ein Kreuzfahrtschiffbetreiber beweisen kann, dass der Unfall absichtlich durch einen dritten Beteiligten hervorgerufen wurde. Die Haftung des Kreuzfahrtschiffbetreibers bleibt auch bestehen, wenn er eine einfache Fahrlässigkeit des dritten Beteiligten beweisen kann.

Bedeutet dies also, dass ab April 2014 die Passagiere eines Kreuzschiffs mit dem Athener Übereinkommen eine “Seetüchtigskeits-Garantie” geboten bekommen?

Das Protokoll implementiert die verschuldensunabhängige Haftung für Schiffsschäden aller Art. Dies wird wohl zur Folge haben, dass es zu einer Reihe von “seeuntüchtigen” Klagen durch verletzte Kreuzfahrtschiff-Passagiere kommen wird. Der Begriff der Seeuntüchtigkeit wird im allgemeinen Seerecht gebraucht und beschreibt einen Zustand des Schiffs, welcher den Schiffseigentümer unabhängig davon haften lässt, ob er für die Schäden des Schiffs verantwortlich ist oder nicht. Dies gilt selbst dann, wenn er von den Schäden keine Kenntnis hatte oder ihn keine Schuld trifft. Im allgemeinen Schiffsrecht umfasst die “Seetüchtigkeits-Garantie” nur die Besatzung des Schiffs. Mit dem neuen Protokoll wird diese ”Seetüchtigkeits-Garantie” im wesentlichen auch auf die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes übertragen.

Wir bitten Sie, sich unsere Internetseite einmal anzuschauen und so mehr über Jackson Law International, deren Anwälte und Tätigkeitsfelder zu erfahren. Unsere internationale Erfahrung ermöglicht es uns, unsere Mandanten in internationalen Angelegenheiten zu vertreten und wir freuen uns auf die Möglichkeit, von dieser Erfahrung auch bei der Vertretung Ihrer Interessen Gebrauch zu machen. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail um Ihre Angelegenheit mit uns zu besprechen.

Hinweis:  Diese Webseite bietet nur allgemeine Informationen. Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© Jackson Law International 2014

Klageerhebung in den USA: Was uns die Costa Concordia lehrt!

Kreuzfahrtverletzung USA, Klageerhebung in den USANach dem tragischen Unfall der Costa Concordia, einem Kreuzfahrtschiff, welches vor der Küste Italiens gegen einen Felsen kollidierte, kam es unabhängig von der Tatsache, dass sich der Unfall in Italien ereignete, erwartungsgemäß zu mehr als einer Klageerhebung in den USA.

Eine jener Klagen, welche in den Vereinigten Staaten erhoben wurde, stellt die Klage zum Bundesgericht des US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk Florida’s dar. Jedoch wurde diese Klageerhebung in den USA aufgrund Unzuständigkeit des Gerichts abgewiesen. Aus den Vertragsbedingungen des Tickets ergab sich zum einen die örtliche Unzuständigkeit des Gerichts, zum anderen war das Gericht nach dem Prinzip der ‘forum non conveniens’ unzuständig, ein Prinzip welches weiter unten näher erläutert wird. Gegen die Abweisung der Klage wurde beim 11. Berufungsgericht Berufung eingelegt.

Die Klage wurde von amerikanischen Bürgern eingereicht, welche sich bei dem Unfall verletzt hatten, sowie von 2 Verwandten, die sich jedoch aufgrund von Visaproblemen nicht an Board des Schiffes befanden. Es wurde vom Gericht festgestellt, dass von den 3206 Passagieren an Board, 2/3 Italiener oder andere Europäer waren und 100 von ihnen amerikanische Bürger.

Die Klage wurde gegen mehrere Unternehmen erhoben, einschließlich:

  1. Carnival Corporation (“Carnival”), die Dachgesellschaft aller Carnival Gesellschaften, eine Gesellschaft in Panama mit Hauptsitz in Florida;
  2. Costa Crociere (“Costa”), das italienische Unternehmen, welchem das italienische Schiff Costa Concordia zugehörig ist und welches seinen Hauptgeschäftssitz in Genoa, Italien hat;
  3. Carnival plc, die Muttergesellschaft der Costa, eine britische Gesellschaft mit Hauptgeschäftssitz in England; und
  4. Costa Cruise Lines, (“CCL”), die Vertriebstochtergesellschaft der Costa, eine Gesellschaft in Florida mit Hauptgeschäftssitz in Florida.

Die Kläger machten geltend, dass sie zur Klageerhebung in den USA berechtigt sind, wobei sie anführten, dass sie amerikanische Staatsbürger sind und das die Dachgesellschaft Carnival, als auch die Vertriebstochtergesellschaft, bei welcher der Reiseführer die Tickets erwarb, ihren Hauptgeschäftssitz in Florida haben. Im Allgemeinen ist es möglich ein Unternehmen in dem Staat zu verklagen, in welchem es gegründet wurde bzw. in welchem es seinen Hauptgeschäftssitz hat.

Die besagten Tickets wurden über einen Monat vor Reiseantritt bei einem Reiseführer, welcher nicht verklagt wurde, in Kalifornien gekauft. Das Gericht stellte fest, dass die CCL 18 Reisebestätigungen an den Reiseführer versandt hatte, jeweils mit der Anleitung, die Passagiere online einzuchecken, was widerum eine notwendige Voraussetzung vor Aushändigung des Tickets war. Das Einchecken durch den Reiseführer fand jedoch trotz mehrmaliger Erinnerungen erst 4 Tage vor Reisebeginn statt.

Im Ticket wurde als örtliche Zuständigkeit Genoa, Italien festgelegt. Dies bedeuted, dass alle Ansprüche, welche von Passagieren geltend gemacht werden, in diesen Zuständigkeitsbereich fallen. Zudem wurde im Ticket vorgeschrieben, dass anstelle eines Gerichtsverfahrens ein Schiedsverfahren stattzufinden hat, weiterhin gab es Bestimmungen, welche die Unternehmenshaftung beschränkten und italienisches Recht als anzuwendendes Recht erklärten. Das Gericht stellte bei der Prüfung der Rechte von Passagieren, unter Zugrundelegung des Beförderungsvertrages fest, dass die Vertragsbedingungen in fettgedruckten Grossbuchstaben sichtbar abgedruckt waren und ein Handsymbol den Leser stoppen und auf diese Bedingungen aufmerksam machen sollte.

Das Gericht führte bei seiner Entscheidung einschlägige Rechtssprechungen an, welche darlegten, dass die Festlegung der örtlichen Zuständigkeit als generell zulässig angesehen wird und eine Unzulässigkeit nur dann in Frage kommt, sollte sich die Festlegung der örtlichen Zuständigkeit als unzumutbar herausstellen. Dies kann dann der Fall sein, wenn das Ticket die Vertragsbedingungen nicht angemessen abdruckt (z.B. schlechte Lesbarkeit, nicht sichtbar, in einer Fussnote versteckt) oder wenn dargelegt werden kann, dass der Passagier aufgrund bestimmter Umstände keine Möglichkeit hatte, von den Vertragsbedingungen Kenntnis zu nehmen, diese zu lesen und zurückzuweisen.

Das Gericht entschied in diesem Fall, dass die Vertragsbedingungen angemessen abgedruckt waren, stellte jedoch in Frage, ob es ausreichend war, dass die Tickets erst 4 Tage vor Reisebeginn ausgestellt wurden und den Empfängern damit nicht genügend Zeit blieb, die Vertragsbedingungen zu lesen und/oder zurückzuweisen. Die Beklagten führten unter anderem an, dass die Passagiere unabhängig davon, hypothetisches Wissen von den Vertragsbedingungen hatten, da ihr Reiseführer schon zuvor hunderte von Tickets für Carnival Kreuzfahrten gebucht hatte und daher wissen musste, dass das Ticket die Festlegung der örtlichen Zuständigkeit enthalten würde. Dieses Argument wurde vom Gericht mit der Begründung zurückgewiesen, dass es für eine solche Annahme eines Beweisverfahren bedarfs. Im Endeffekt wies das Gericht die Klagen mit der Begründung ab, dass die Vereinigten Staaten eine ungeeignete Zuständigkeit für die Costa Concordia Rechtsstreitigkeit darstellen und es daher auf die Frage, ob ein Beweisverfahren notwendig ist oder nicht, nicht ankommt.

Das Gericht stützte sich bei dieser Entscheidung auf das rechtliche Prinzip der ‘forum non conveniens’. Dieses Prinzip erlaubt es, einen Rechtsstreit in den Vereinigten Staaten zurückzuweisen, weil eine andere Zuständigkeit in diesem Fall die passendere oder bessere ist. Dies kann auf Umständen beruhen, wie z.B. wo sich der Unfall genau zugetragen hat und wo die Parteien und Zeugen ihren Wohnsitz haben, was in diesem Fall in Italien war. Das Gericht entschied, dass die richtige Zuständigkeit auf Italien fällt und es für die amerikanischen Kläger kein prozessuales Problem darstellte, ihre Klagen in Italien zu verfolgen, auch weil die Rechtsstreitigkeit viel mehr mit Italien in Verbindung stand. Das Gericht wies also die Klagen der amerikanischen Bürger gegen die Beklagten, unter welchen sich auch 2 in Florida ansässige Unternehmen befanden, mit der Begründung ab, dass der Fall vielmehr Verbindungen zu Italien hatte und auch teilweise aus dem Grund, dass das Ticket, welches einen Vertrag darstellt, die Geltungmachung von Ansprüchen in Genoa, Italien vorsieht.  Es gibt andere Rechtsstreitigkeiten in den Vereinigten Staaten, bei welchen Klagen in den Florida ‘state courts’  eingereicht wurden, einschliesslich Klagen ausländischer Bürger und so wird es interessant sein zu sehen, ob diese Klagen aus ähnlichen Gründen abgewiesen werden.

Zum Schluss sei noch darauf hingewiesen, dass die anderen Bestimmungen des Passagier-Tickets, wie z.B. die Durchführung eines Schiedsverfahrens und die Haftungsbeschränkung des Unternehmens in diesem Fall nicht adressiert wurden, dies jedoch ohne Zweifel zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden wird, ob nun in einem amerikanischen Rechtsstreit oder in Italien, wobei es sehr wahrscheinlich erscheint, dass diese Bestimmungen aufrecht erhalten werden.

Wir bitten Sie, sich unsere Internetseite einmal anzuschauen und so mehr über Jackson Law International, deren Anwälte und Tätigkeitsfelder zu erfahren. Unsere internationale Erfahrung ermöglicht es uns, unsere Mandanten in internationalen Angelegenheiten zu vertreten und wir freuen uns auf die Möglichkeit, von dieser Erfahrung auch bei der Vertretung Ihrer Interessen Gebrauch zu machen. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail um Ihre Angelegenheit mit uns zu besprechen.

Hinweis:  Diese Webseite bietet nur allgemeine Informationen. Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© Jackson Law International 2013

Achtung Kreuzfahrtschiff-Passagier: Lesen Sie Ihr Ticket!

Kreuzfahrtverletzung USA, Schadensanspruch USA, Schmerzensgeld USA, Unfall USAMit Buchung einer Kreuzfahrt sollten Sie als Kreuzfahrtschiff-Passagier ein Ticket erhalten, welches Bestimmungen hinsichtlich Ihrer Rechte als auch der beschränkten Haftung des Kreuzfahrtschiffunternehmens enthält. Dieses Ticket stellt einen Vertrag zwischen Ihnen und dem Kreuzfahrtschiffunternehmen dar, welcher auch als Befӧrderer beeichnet wird.

Für Sie als Kreuzfahrtschiff-Passagier ist es wichtig, die Vertragsbestimmungen zu kennen, denn diese stellen die Grundlage Ihrer Reisebedingungen dar. Sie enthalten in der Regel einige oder alle der folgenden Punkte:

  1. Das Ticket legt fest, bei welchem Gericht oder in welchem Land eine Forderung geltend gemacht bzw. eine Klage eingereicht werden muss.
  2. Das Ticket legt die Frist zur Klageeinreichung fest. Es kann auch vorschreiben, dass eine schriftliche Geltungmachung der Forderung innerhalb einer kürzeren Frist stattgefunden haben muss, um später Klage einreichen zu kӧnnen.
  3. Das Ticket kann auch eine Klausel enthalten, welche vorschreibt, dass im Falle eines Rechtsstreites, anstelle eines Klageverfarens ein Schiedsverfahren stattzufinden hat. Ein Schiedsverfahren ist eine alternative Methode der Rechtsstreitbeilegung und findet nicht vor dem Gericht, sondern vor Schiedsrichtern statt, wobei die auf diesem Weg getroffene Entscheidung für alle Beteiligten bindend ist.
  4. Das Ticket wird auch die finanzielle Haftungsgrenze des Kreuzfahrtschiffunternehmens einzuschränken wollen, indem es vorschreibt, dass Ihre Rechte einem internationalen Abkommen unterfallen und dies selbst dann der Fall ist, sollte die USA oder Ihr Heimatland dieses Abkommen gar nicht unterschrieben haben.

Einen solches Abkommen stellt z.B. das Athener Übereinkommen von 1974 über die Befӧrderung von Reisenden und ihrem Gepäck dar. So kann es sein, dass Ihr Kreuzfahrtschiff-Ticket vorschreibt, dass es unter die Regelungen des Athener Übereinkommens fällt und dies selbst dann gilt, wenn sie Bürger der Vereinigten Staaten oder einer anderen Nationalität sind, welche dieses Übereinkommen gar nicht akzeptiert hat. Sollte Ihr Kreuzfahrtschiff nicht von einem amerikanischen Hafen abgelegt haben bzw. keinen amerikanischen Hafen während der Reise angelaufen haben, kommt das Übereinkommen zur Anwendung. Dies erscheint unfair, insbesondere für Bürger der Vereinigten Staaten oder in Fällen in denen der Keuzfahrtschiffbetreiber in den Vereinigten Staaten sesshaft ist.

Einige amerikanische Gerichte haben die Beschränkungen, welche für den Kreuzfahrtschiff-Passagier durch das Übereinkommen entstehen, in Fällen angewandt, in denen die Beschränkungen in die vertraglichen Bestimmungen des Tickets aufgenommen wurden, das Ticket klar formuliert war und erklärte, inwiefern das Übereinkommen die Rechte von dem Kreuzfahrtschiff-Passagier tangiert. Das Übereinkommen wurde von amerikanischen Gerichten auch in Fällen angewandt, in denen die “Flagge” des Kreuzfahrtschiffes (zum Beispiel das Land in welchem das Schiff registriert ist) das Abkommen akzeptiert oder adoptiert hat.

Sollte Ihr Kreuzfahrtschiff jedoch von einem Hafen der Vereinigten Staaten ablegen oder legt es während der Reise an einem Hafen der Vereinigten Staaten an, ist das Recht der Vereinigten Staaten anzuwenden und geht damit dem des Übereinkommen vor. Sie kӧnnen jedoch davon ausgehen, dass das Kreuzfahrtschiffunternehmen die Anwedung des Übereinkommens auch in diesem Fall durchzusetzen versucht, da dessen Zweck ja die Minderung einer möglichen Entschädigung verfolgt.

Abhängig davon, ob Ihre Klage auf allgemeinem Schiffsrecht oder dem Athener Übereinkommen basiert, kann dies zu einem erheblichen Unterschied bei der Bemessung der Höhe eines mӧglichen Schadensersatzes führen. Die maximale Haftungsgrenze des Kreuzfahrtschiffunternehmens liegt nach jetztigem Stand bei ca. $70,000.00 (was durch Schwankungen im Umrechnungskurs etwas variieren kann). Diese Grenze besteht selbst in Fällen schwerster Verletzungen oder Verluste. Nach allgemeinem Schiffsrecht der Vereinigten Staaten ist ein Kreuzfahrtschiffunternehmen verpflichtet, für die Sicherheit seiner Passagiere zu sorgen und vor bekannten Gefahren, sowie Gefahren welche hätten bekannt sein müssen, zu warnen. Wurde diese Sorgfaltspflicht verletzt, haftet das Unternehmen für die Konsequenzen.  Allerdings können die Gerichte der Vereinigten Staaten das Ticket auch hier als einen Vertrag ansehen, welcher oben genannte Vertragsbestimmungen enthalten kann und welche damit anzuwenden sind wie z.B., dass eine Klage bei einem bestimmten Gericht eingereicht werden muss.

Sie sind daher am besten beraten, wenn Sie Ihr Ticket lesen und wissen, welchen Bedingungen und Regelungen Sie mit Betreten des Kreuzfahrtschiffes zugestimmt haben. Wenn Sie aufgrund eines Vorfalls auf einem Kreuzfahrtschiff Klage erheben möchten, kann es manchmal vorkommen, dass Sie bereits eine Frist versäumt haben, noch bevor Sie überhaupt einen Anwalt mit Ihrer Vertretung beauftragen konnten. So kann Ihr Ticket Ihnen z.B. vorschreiben, dass Sie dem Kreuzfahrtschiffbetreiber innerhalb einer kurz bemessenen Frist, schriftliche Mitteilung über die geplante Klageeinreichung machen müssen. Über solche Bestimmungen sollten Sie sich bewusst sein, denn sonst wird es Ihrem Anwalt schwer fallen, Ihren Fall zu gewinnen.

Oft kommt es vor, dass ein Passagier seine Kreuzfahrt bei einer Agentur oder online gebucht hat und vor Antritt seiner Kreuzfahrt kein Ticket erhalten hat oder keinen vollständigen Ausdruck des Tickets. In anderen Fällen wird das Ticket erst kurz vor Antritt der Kreuzfahrt ausgehändigt, so dass der Kreuzfahrtschiff-Passagier noch keine Möglichkeit hatte, das Ticket zu lesen. Für die meisten der Kreuzfahrtschiff-Passagiere ist eine Kreuzfahrt einfach nur ein schöner Urlaub, sollte jedoch etwas schief laufen, ist es gut zu wissen, was Sie als nächstes tun müssen und wie Sie ihre Rechte schützen können. Sollten Sie sich in einer solchen Situation befinden, kontaktieren Sie uns per E-Mail, damit wir Ihnen beratend zur Seite stehen können.

Hinweis:  Diese Webseite bietet nur allgemeine Informationen. Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© Jackson Law International 2014

Körperverletzungen in den Vereinigten Staaten

Von Michael R. Jackson, Gesellschafter

Häufig wenden sich deutsche, schweizer oder österreichische Touristen, Geschäftsleute oder andere Personen, die sich kurzfristig in den Vereinigten Staaten aufgehalten haben an uns in Bezug auf Körperverletzungen, die sie während ihres Aufenthaltes erlitten haben. Es ist für diese Mandanten oft schwierig nachzuvollziehen, wie das amerikanische Rechtssystem in solchen Fällen funktioniert. Der Ablauf eines solchen Verfahrens unterscheidet sich erheblich von dem im Heimatland. Oft scheitert das Verfahren jedoch bereits an der ersten Hürde, nämlich dem Finden eines Anwalts, der dem Mandant das Verfahren in dessen Muttersprache verständlich nahebringt und auch erhebliche Erfahrung in solchen Fällen besitzt. Ich bin seit vielen Jahren als Rechtsanwalt in Schadensersatzfällen, insbesondere im Falle von Körperverletzungen, tätig. Zudem bin ich in Kiel deutschsprachig aufgewachsen. Daher kann ich die Details eines solchen Verfahrens auf Deutsch erläutern. Auch verstehe ich, wo für den deutschsprachigen Mandanten die typischen Verständnisprobleme liegen.

Wenn es um Körperverletzungen geht, übernimmt die Kanzlei Jackson Law International aussichtsreiche Fälle oft auf Erfolgsbasis. Dies bedeutet, dass der Mandant nur dann Anwaltsgebühren zahlt, wenn ein erfolgreiches Resultat erzielt wird.

Die Kanzlei vetritt Mandanten auch in Fällen außerhalb des Staates Florida. Unsere Rechtsanwälte sind in mehreren Staaten des Landes zugelassen. Selbst wenn Ihr Fall in einem Staat zu verhandeln ist, in welchem keiner unserer Anwälte zugelassen ist, haben wir ein etabliertes Netzwerk von Rechtsanwälten, mit denen wir vor Ort kooperieren. In den Fällen, in denen wir eine andere Kanzlei mit einbeziehen, bleiben wir stets der Ansprechpartner des Mandanten. Dies ist für den Mandanten nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. Nach wie vor wird Ihnen der deutschsprachige Rechtsanwalt den Stand und den Verlauf Ihres Falles erläutern.

Dieses Vorgehen ist aus mehreren Gründen von Bedeutung. Wir haben beispielsweise festgestellt, dass die meisten amerikanischen Rechtsanwälte mit dem deutschen, schweizerischen, oder österreichischen Gesundheitssystem nicht vertraut sind. Es treten regelmäßig Schwierigkeiten auf, wenn es gilt, wichtige Dokumente zu beantragen, um einen Anspruch auf Schadensersatz für Körperverletzungen in den Vereinigten Staaten zu belegen.

Auch wenn es darum geht, mit deutschsprachigen Zeugen zu sprechen, um sachbezogene Informationen zu erhalten oder um ihre Kooperation zu erbitten, damit ihre Aussage dauerhaft erhalten bleibt, tendieren solche Personen oft dazu misstrauisch zu sein, wenn sie sich mit einem englischsprachigen Rechtsanwalt und seinem Personal auseinandersetzen müssen. Umgekehrt haben wir in diesem Zusammenhang über unser deutschsprachiges Personal und unsere deutschsprachigen Rechtsanwälte viel Erfolg gehabt, solche Informationen zu erhalten.

Es kam in Prozessangelegenheiten schon vor, dass wir nach Europa reisen mussten, um eidliche Aussagen von Fachleuten sowie von Freunden und Familien zu erhalten. Alle anderen Rechtsanwälte, die in diesen Fӓllen involviert waren, waren nicht deutschsprachig. Es ist oft vorgekommen, dass der Übersetzer während entscheidender eidlicher Aussagen in Bezug auf seine Übersetzungen von Fragen und den Aussagen der Zeugen wiederholt Fehler machte. Mehrmals war ich dazu in solchen Fӓllen gezwungen, Korrekturen der Übersetzung anzumahnen. Die englischsprachigen Rechtsanwälte waren sich dieser Fehler nicht bewusst und entscheidende Aussagen wären in einem Fall komplett verloren gegangen.

Nicht nur Privatpersonen wenden sich für Hilfe an uns. Mehrere führende deutsche Versicherungsgesellschaften haben uns die Vertretung von deutschen Mandanten bezüglich Körperverletzungen, die diese sich in den USA zugezogen haben, übertragen. Die Kosten der Vertretung wurden hier über die Rechtsschutzversicherung abgedeckt.

Oft lehnen Rechtsschutzversicherer Deckungsschutz bei Verletzungen in den USA zunächst ab. In vielen Fällen ist solch eine Ablehnung jedoch nicht rechtens. Nach Rücksprache mit der Versicherung wurde oft Versicherungsschutz geleistet.

Unsere Vertrautheit mit der deutschen Sprache und Kultur, kombiniert mit vielen Jahren Prozesserfahrung erlaubt es uns, unseren deutschsprachigen Mandanten ein besonderes Servicepaket anzubieten.

Dies sehen auch andere Kanzleien in den USA so. Viele US Kanzleien wenden sich an Jackson Law International in Angelegenheiten, die das Haager Übereinkommen und die Zustellung im Ausland involvieren.

Wir vertreten Mandanten auch in anderen Rechtsstreitigkeiten. Diese werden jedoch meist auf Stundenbasis abgerechnet.

Wir würden gerne die weiteren Einzelheiten ihres Falles mit ihnen besprechen.  Wir ermutigen Sie sich unsere Website – www.jacksonlawinternational.com  – nӓher anzuschauen, um mehr über unsere Kanzlei zu lernen.

Hinweis:  Diese Webseite bietet nur allgemeine Informationen. Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© Jackson Law International 2013

Sind Gerichtsverfahren in den USA anders? Was Sie erwarten können.

Gerichtsverfahren in den USA Wir beginnen unseren Beitrag mit einer Frage, die sich wohl viele ausländische Menschen stellen, die in den USA eine Klage einreichen: Wodurch unterscheidet sich ein Gerichtsverfahren in den USA? Verfahren? Rechte? Schadensersatz?

Was sind einige der tatsächlich bestehenden Unterschiede bei Gerichtsverfahren in den USA?  Für diejenigen, die mit dem Zivilrecht, so wie es in den meisten Ländern der Europäischen Union vorherrscht, vertraut sind, stellt sich die Frage, wodurch unterscheidet sich das Zivilrecht in Europa von dem Rechtssystem der USA? Beginnen wir damit, dass sich das Recht in den USA aus den Gesetzen der einzelnen Bundesstaaten zusammensetzt. Jeder Bundesstaat hat sein eigenes “common law”, was bedeutet, dass in der Vergangenheit getroffene und akzeptierte  Entscheidungen als Präzedenzfälle für aktuelle Rechtsfälle dienen. Jeder Bundesstaat verfügt auch über seine eigene Gesetzgebung und kann daher neue Gesetze oder Rechtsbehelfe für bestimmte Ansprüche schaffen, welche es in anderen Bundesstaaten nicht gibt.

Die meisten Gerichtsverfahren in den USA finden bei den Gerichten der 50 Bundesstaaten statt. In gewisser Hinsicht können die verschiedenen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten als souveräne Staaten angesehen werden. Viele von ihnen haben unterschiedliche Traditionen und kulturelles Erbe. Jeder Staat hat sein eigenes juristisches Erbe, Verfahren und Statuten. Abhängig davon, in welchem Bundesstaat Sie ihre Klage eingereicht haben und welches Recht in diesem Bundesstaat zur Anwendung kommt, kann Ihr Anspruch auf Schadensersatz bzw. der Schadensersatz den Sie erhalten, ganz anders ausfallen, als vielleicht in einem anderen Fall, von dem sie gehört haben. Jedoch sind den Gerichten der einzelnen Bundesstaaten als auch der Gesetzgebung Grenzen gesetzt.

Es gibt Bundesgesetze und Bundesgerichte, die sich mit bestimmten Arten von Rechtsansprüchen beschäftigen und Streitigkeiten zwischen Bürgern verschiedener Bundesstaaten oder auch Bürger anderer Länder entscheiden, Voraussetzung ist jedoch immer, dass der Streitwert ausreichend hoch ist. Als Europäer sind Sie sicher etwas mit dem förderalen System der Europäischen Union vertraut. Das Bundesrechtssystem in den Vereinigten Staaten ist jedoch viel stärker und hat eine größere Reichweite als jedes Gericht in Europa. Fälle auf Bundesebene benötigen weniger Zeit bis zum Verhandlungsbeginn und Richter werden nicht gewählt, sondern benannt. Einige Rechtsbereiche, wie z.B. das Immigrationsrecht und das Recht des geistigen Eigentums (Urheberrechte, Patente, Markenrechte), werden direkt durch Bundesgesetze geregelt. Beinhaltet Ihr Fall einen maritimen Vertrag oder ein Ereignis, welches sich auf dem Meer oder einem Binnengewässer zugetragen hat, wird der Fall durch das sog. “Seerecht” entschieden, welches ein Bundesgesetz darstellt (auch wenn der Fall vor Gericht auf Bundesstaatenebene verhandelt werden kann).

Wie werden Klagen von diesem komplexen, gemischten Rechtssystem inhaltlich beeinflusst? Eine Person, die Erfahrungen mit europäischen oder zivilrechtlichen Rechtssystemen besitzt, hat bestimmte Erwartungen oder Annahmen dahingehend, wie der Prozess vonstatten geht, jedoch können die Dinge in den Vereinigten Staaten ganz anders sein. Hier sind einige, bei weitem aber nicht alle, solcher Unterschiede bei Gerichtsverfahren in den USA:

  • Verfahren mit Anwesenheit einer Jury. Ein Aspekt unseres Rechtssystems ist, das in allen 50 Staaten der USA und bei Bundesgerichten die Entscheidung durch eine Jury vorgeschrieben ist, wovon es aber in bestimmten Fällen Ausnahmen geben kann. Nicht jede Klage wird vor ein Gericht mit Juryanwesenheit gebracht. So kann es z.B. sein, dass sie kein Verfahren mit Anwesenheit einer Jury möchten, weil der Rechtsstreit so schneller und auf einfachere Art und Weise, sowie kostengünstiger entschieden werden kann. Auf der anderen Seite, bestehen Sie vielleicht auf die Anwesenheit einer Jury, weil es sich um bestimmte Prozessbeteiligte handelt, oder weil Sie Sorge tragen, dass ein bestimmtes Gericht Ihren Fall unfair entscheiden wird.
  • Strafschadenersatz und Anwaltskosten. In einigen Bundesstaaten und bei gewissen Rechtsansprüchen ist neben der Verurteilung zu Schadensersatz auch die Verurteilung zu “Straf” Schadensersatz möglich. Meines Wissens nach, ist dies im Rahmen des Zivilrechts sehr ungewöhnlich. Viele Bundesstaaten haben die Erstattung von Anwaltskosten und Gebühren geregelt. Aber auch das ist wieder vom jeweiligen Bundesstaat abhängig, weshalb eine Erstattung möglicherweise nicht vorgesehen ist.
  • Vorverfahren. In einigen Bundesstaaten erfordern bestimmte Forderungsarten die Durchführung eines spezifisches Vorverfahrens, noch bevor überhaupt Klage eingereicht werden darf. Zum Beispiel ist in vielen Bundesstaaten bei Ansprüchen im Arzthaftungsrecht eine Art Vorverfahren notwendig, in welchen Sachen aufgezeigt oder Experten bestätigten müssen, dass ein Fehlverhalten vorliegt, eine falsche Prozedur oder der Arzt seine Pflicht verletzt hat, nach allgemein anerkannten fachlichen Standard zu handeln. Wenn es um Vertragsansprüche geht, kann der Vertrag selbst bestimmen, dass anstatt eines Gerichtsverfahrens ein Schiedsverfahren durchzuführen ist oder der Vertrag kann bestimmen, dass die Klage nur in einem bestimmten Bundesstaat eingereicht werden darf.
  • Zeitspanne bis zum Verhandlungsbeginn. Der Zeitspanne bis ein Rechtsstreit vor Gericht verhandelt wird, kann sehr unterschiedlich sein und hängt davon ab, wo in den USA die Klage eingereicht wurde. Fälle auf Bundesebene sind dabei meist schneller als Fälle auf Landesebene. Einige Bundesstaatsgerichte sind langsamer als andere, weil sie ein größeres Pensum an Fällen zu bewältigen haben als Gerichte anderer Bundesstaaten. Das kann sogar auf Gerichte innerhalb deselben Bundesstaates zutreffen. Ihr Anwalt sollte, je nachdem wo die Klage eingereicht wurde, in der Lage sein, Sie über die Länge eines Rechtsverfahrens in Ihrem Fall zu beraten.

Zusammenfassend kann gesagt werden, das einer im Ausland lebenden Person möglicherweise Rechtsmittel und Schadensersatz in den USA zustehen, welche selten oder möglicherweise gar nicht im eigenen Land existieren. Auf der anderen Seite, stellen sie manchmal fest, dass vertraute landeseigene Rechte und Verfahren in den USA nicht vorhanden sind oder anders angewandt werden und ein Verfahren länger dauert als im eigenen Land.

Unsere Kanzlei Jackson Law International ist stolz darauf, internationalen Mandanten bei der Findung ihrer Rechte, Einlegung von Rechtsbehelfen und möglichen Schadensersatzansprüchen, welche in das Rechtssystem der USA eingebracht werden müssen, beratend zur Seite zu stehen. Wir bemühen uns, unseren Mandanten alle rechtlichen Besonderheiten in einer verständlichen Art und Weise zu erklären.

Wenn Sie glauben, Ansprüche in den USA zu besitzen, kontaktieren Sie bitte unsere Kanzlei, um Ihre Angelegenheit mit uns zu besprechen.

Hinweis: Bitte denken Sie daran, dass wir Sie nicht vertreten und für Sie tätig werden können, bis Sie uns eine schriftliche Vertretungsvollmacht erteilt haben. Sollten wir auf Ihre Anfrage nicht reagieren oder nicht in der Lage sein, Sie zu vertreten, kontaktieren Sie bitte sofort eine andere Kanzlei in Florida, damit Ihr Fall bewertet werden kann.

© Jackson Law International 2013

 

Rechtsschutzversicherung bei Reisen in die USA

Von Michael R. Jackson, Gesellschafter

Die USA sind eines der Hauptreiseziele der Deutschen. Während fast alle Besucher wohlbehalten nach Deutschland zurückkehren, kommt es gelegentlich doch zu Zwischenfällen, die eine anwaltliche Beratung und manchmal auch eine Vertretung vor Gericht und gegenüber der Polizei erforderlich machen. Beispiele sind hier die Verwicklung in Verkehrsunfällen, sowie andere Unfälle, Körperverletzungen, Alkohol am Steuer und Opfer oder Beschuldigter im Rahmen einer Straftat zu sein. Als deutschamerikanische Kanzlei sind wir darauf spezialisiert, hier schnell und unbürokratisch zu helfen.

Viele Mandanten wissen nicht, dass ihre deutsche Rechtsschutzversicherung möglicherweise für die Kosten der anwaltlichen Vertretung und auch für Gerichtskosten aufkommt. Oft deckt die deutsche Rechtsschutzversicherung – auch ohne den Abschluss einer speziellen Zusatzversicherung – Rechtsschutzkosten bei kurzfristigen Auslandsaufenthalten bis zu einer Höchstsumme ab. Natürlich kommt es hier auf die Bestimmungen des individuellen Rechtsschutzversicherungsvertrags an.

Einige unserer Mandanten hatten zunächst ihre Rechtsschutzversicherung kontaktiert und um eine Deckungszusage gebeten. Ihnen war zunächst mitgeteilt worden, dass die Versicherung die für die Rechtsberatung im Ausland nicht aufkommen würde. Nach Prüfung der Verträge ist es uns jedoch mehrfach gelungen, der Versicherung darzulegen, dass doch Versicherungsschutz bestand. In diesen Fällen wurden die Kosten der anwaltlichen Vertretung von der Versicherung bezahlt. Wir raten Ihnen daher, die erste Aussage einer Rechtsschutzversicherung in einem solchen Fall anwaltlich überprüfen zu lassen.

Wir vertreten regelmässig deutsche Mandanten in Verfahren US-weit, gegebenfalls in Zusammenarbeit mit örtlichen Anwälten. In vielen Fällen übernimmt die deutsche Rechtsschutzversicherung die Kosten für Gerichtsverfahren oder auch Vergleichsabschlüssen im Rahmen anwaltlicher Tätigkeit in den USA.

Wir bitten Sie, sich unsere Internetseite einmal anzuschauen und so mehr über The Jackson Law Firm, deren Anwälte und Tätigkeitsfelder zu erfahren. Unsere internationale Erfahrung ermöglicht es uns, unsere Mandanten in internationalen Angelegenheiten zu vertreten und wir freuen uns auf die Möglichkeit, von dieser Erfahrung auch bei der Vertretung Ihrer Interessen Gebrauch zu machen. Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail, um Ihre Angelegenheit mit uns zu besprechen.

Hinweis:  Diese Webseite bietet nur allgemeine Informationen. Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.

© The Jackson Law Firm 2013