Arzthaftungsrecht

Arzthaftungsrecht, Arzthaftung, ArztfehlerMedizinische Fachkräfte sind durch den hippokratischen Eid (welcher bis in das antike Griechenland in das späte fünfte Jahrhundert zurückgeht) an einen bestimmten ethischen Standard gehalten, wenn es um die Behandlung ihrer Patienten geht. Der moderne Arzt wird sagen, dass es seine Hauptpflicht ist, seine Patienten von Schmerzen und Verletzungen zu befreien und keine neuen Probleme bei seinem Patienten hervorzurufen oder diese zu verschlechtern. Einige Ärzte kürzen diese Maxime, indem sie einfach sagen “Richte keinen Schaden an.” Arzthaftungsrecht hat sich im Common Law in den letzten sieben Jahrhunderten etabliert und verlangt von einem Patienten, der glaubt, dass sein Arzt gegen den hippokratischen Eid verstoßen hat und deshalb Klage gegen diesen erheben will, dass er vier Elemente beweisen kann. Diese Elemente sind im Einzelnen:

  1. Der Arzt muss rechtlich dazu verpflichtet gewesen sein, den Patienten zu behandeln;
  2. Der Arzt muss eine Pflichtverletzung begangen haben, indem er eine in diesem Tätigkeitsfeld vorliegende Sorgfaltspflicht bei der Behandlung des Patienten verletzt hat.
  3. Die Pflichtverletzung muss für die Verletzung des Patienten kausal gewesen sein, und
  4. Die Verletzung muss zu Schäden geführt haben.

Patienten, die ihren Arzt, die Krankenschwester, das Krankenhaus oder anderes medizinisches Personal verklagen wollen, müssen das Vorliegen jeder dieser vier Elemente sicherstellen. Liegen alle vier Elemente vor, kann der Patient eine Klage wegen fahrlässiger Falschbehandlung einreichen und ist zu Schadensersatz berechtigt.

In der Praxis ist das erste Element, das Vorliegen einer Rechtspflicht, was von allen vier Elementen in der Regel am einfachsten zu beweisen. Sobald ein Gesundheitsdienstleiter einen Patienten behandelt, ist der Gesundheitsdienstleister gegenüber dem Patienten verpflichtet, professionelle Sorgfalt walten zu lassen. Das bedeutet, dass sobald dem Gesetz nach eine Arzt/Patienten Beziehung besteht, besteht auch die Pflicht die vorliegende Sorgfalt anzuwenden.

Die Bestimmung, ob ein Gesundheitsdienstleister seine Pflicht verletzt hat, setzt voraus, herauszufinden und zu verstehen, welche Sorgfalt im Hinblick auf die jeweilige Behandlung des Patienten anzuwenden ist. Dabei kann die Definition des Behandlungsstandards von Staat zu Staat unterschiedlich ausfallen, aber im Allgemeinen bedeutet es, dass die Behandlung angemessen gewesen sein muss und das ein anderer Gesundheitsdienstleister in der gleichen Situation ähnlich gehandelt hätte. Aus der Perspektive eines Laien ist es wichtig zu verstehen, dass das Maß der Sorgfalt, welche einem Patienten entgegengebracht wird, nicht auf einer einzigen Stufe liegt. Vielmehr muss man sich den Standard als ein Spektrum vorstellen. Gesundheitsdienstleister können innerhalb des Spektrums auf verschiedenen Stufen stehen, sie dürfen jedoch nicht unter die unterste Stufe des Spektrums fallen, denn dies würde eine minderwertige Sorgfalt darstellen. Die Qualität der Behandlung kann daher zwischen verschiedenen Gesundheitsdienstleistern unterschiedlich ausfallen, solange sich der Dienstleister jedoch auf der untersten Stufe oder darüber befindet, bewegt er sich innerhalb des Spektrums des Behandlungsstandards.

Es kann daher durchaus passieren, dass ein Patient erst von einem Arzt untersucht wird und dann von einem anderen und der zweite Arzt die Behandlung des ersten Arztes kritisiert. Das bedeutet nicht, dass einer der Ärzte vom Behandlungsstandard abgewichen ist. Die Abweichung muss vielmehr für einen Dienstleister in einer ähnlichen Situation mit gleichen Bedingungen unter die unterste Stufe des akzeptierbaren Behandlungsstandards fallen. Um diese Abweichung zu beweisen, müssen Aussagen von qualifizierten Gesundheitsdienstleistern eingeholt werden. Im Wesentlichen muss der Sachverständige mit dem Behandlungsstandard vertraut sein und es muss ihm möglich sein, den in diesem Bereich vorherrschenden Standard erklären zu können, welcher bei der Behandlung von Patienten unter bestimmten Umständen anzuwenden ist. Ist der Sachverständige dazu nicht in der Lage, kann seine Aussage gestrichen werden.

Sobald eine Abweichung bewiesen werden konnte, muss aufgezeigt werden, dass die Pflichtverletzung tatsächlich zu einer Verletzung des Patienten geführt hat. So wie die Pflichtverletzung durch einen Sachverständigen dargelegt werden muss, muss auch durch einen Sachverständigen dargelegt werden, dass die Pflichtverletzung für die Verletzung kausal gewesen ist. Oft sind im Hinblick auf die Darlegung einer Verletzung sowie für das Aufzeigen der Kausalität die Aussagen mehrerer Sachverständiger notwendig, um beweisen zu können, dass die gesundheitliche Versorgung unter der untersten Stufe gefallen und diese Verletzung für die Schäden des Patienten kausal gewesen ist. Es ist sehr wichtig, eine Kanzlei zu beauftragen, die sich nicht nur mit den Gesetzen des Arzthaftungsrechts auskennt, sondern auch die notwendige Erfahrung besitzt, Sachverständige zu finden und zu engagieren und deren Aussagen im Arzthaftungsrechtsfall zu präsentieren.

Das letzte Element betrifft den Punkt, dass dargelegt werden muss, dass dem Patient Schäden entstanden sind. Dieses Element stellt sich typischerweise in Form von Geldschäden dar, welche dem Patienten aufgrund der Verletzung entstanden sind und sich in Kosten zur Wiedergutmachung der minderwertigen Behandlung widerspiegeln, wie z.B. Kosten für zukünftige Operationen, adaptive Geräte, wie z.B. ein Rollstuhl, Verdiensteinbußen, Verlust der Lebensqualität, körperliche Schmerzen und mentale Leiden und Schmerzen sowie für alle anderen Schäden, die aufgrund der Verletzung durch die Pflichtverletzung entstanden sind.

Fälle im Arzthaftungsrecht sind komplex und schwierig. Eine Jury hat am Anfang einer Verhandlung normalerweise eine gute Meinung über einen Arzt, weshalb es am Patienten liegt, diese Meinung zu ändern. Es ist deshalb sehr wichtig, dass der Patient einen Rechtsanwalt engagiert, der sich mit Verhandlungen im Arzthaftungsrecht auskennt. Rechtsanwalt Michael R. Jackson ist innerhalb dieser Kanzlei der Leiter der Abteilung für Arzthaftungsrecht und hat 15 Jahre lang Ärzte, Krankenhäuser, Krankenschwestern, Personal in Pflegeheimen und andere Gesundheitsdienstleister vertreten, bevor er in die erfüllende Rolle des Rechtsanwalts geschlüpft ist, der Patienten bei ihren Arzthaftungsrechtsfällen zur Seite steht. Die Kanzlei The Jackson Law Firm hat Patienten in der ganzen USA bei Arztrechtsfällen vertreten und ist gerne bereit auch Ihnen und Ihrer Familie zur Seite zu stehen.

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