Arzthaftungsrecht: Deutscher Austauschschüler erhält Vergleichssumme iHv. 5.000.000,00 Dollar

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Arzthaftungsrecht: Deutscher Austauschschüler erhält Vergleichssumme iHv. 5.000.000,00 Dollar

Von Michael R. Jackson, Gesellschafter

Im Arzthaftungsrecht erzielte die Kanzlei The Jackson Law Firm für einen deutschen Austauschschüler in Minnesota eine Vergleichssumme i.H.v. 5.000.000,00 Dollar, nachdem ein Arzt und Krankenhaus es verfehlten, die richtige Diagnose seiner schlimmen Beinverletzung zu stellen.  Der Schüler Lukas (sein Name wurde in Anbetracht des Vertraulichkeitsabkommen in diesem Fall geändert) kam im jungen Alter von 16 Jahren nach Minnesota, um dort für ein Jahr die Schule zu besuchen. Mit einem Fall im Arzthaftungsrecht hatte er nicht gerechnet.  Jedoch kurz vor Ablauf seines Aufenthaltes musste Lukas aufgrund einer Knieverletzung, die er sich beim Wasserskifahren zugezogen hatte, in  die Notaufnahme eines örtlichen Krankenhauses geliefert werden. In der Notaufnahme wurde er von Krankenschwestern und einem Notaufnahmearzt behandelt. Lukas teilte den behandelnden Kräften mit, dass er sich beim Wasserskifahren verletzt hatte und spürte, wie sein Knie raus-und wieder reinsprang.  Der Schmerz, den Lukas empfand, lag auf einer Skala von 1-10 bei 10. Der Arzt stufte seinen Fuß als ‟kribbelnd” ein und das obwohl die Krankenschwester ihn ursprünglich als ‟taub” eingestuft hatte. Der Arzt hatte dokumentiert, dass er im Stande war das Bein normal zu bewegen, die Bewegungsfreiheit durch den Unfall also nicht eingeschränkt wurde. Zwar wusste der deutsche Austauschschüler nicht das englische Wort für auskugeln, jedoch hatte er auch dem Arzt erklärt, dass er merkte, wie sein Knie ‟raussprang” und dann wieder ‟reinsprang”. Ein Übersetzer wurde Lukas während seiner Zeit in der Notaufnahme nicht zur Verfügung gestellt.

Durch den Aufprall im Wasser verspürte Lukas eine Auskugelung von seinem Knie, doch noch bevor das Krankenhaus erreicht wurde, hatte sich die Auskugelung spontan reduziert oder selbst korrigiert. Der Arzt der Notfallaufnahme sagte zu Lukas, dass er nicht glaube, dass sich das Knie ausgekugelt hatte, er veranlasste jedoch die Aufnahme von Röntgenbildern.  Nachdem eine Abrissfraktur diagnostiziert wurde, es handelt sich dabei um eine kleine Fraktur, welche in den meisten Fällen nicht operativ behandelt wird, wurde Lukas nach Hause zu seinen Gasteltern geschickt und um Wiedervorstellung beim Orthopäden unter der Woche gebeten. Was Lukas jedoch nicht wusste war, dass die Abrissfraktur das kleinste seiner medizinischen Probleme darstellte. Wie sich herausstellte, hatte sich Lukas einen 1) zum Schienenbein gehörenden Riss des vorderen Kreuzbandes; 2) einen Riss des hinteren Kreuzbandes und 3) einen linken medialen Meniskusriss (Hinterhorn) zugezogen. Das bedeutet, dass sein Knie unglaublich instabil war und normale Bewegungsübungen in der Notaufnahme mit Sicherheit nicht stattfinden konnten. Aber das ist nur ein Fakt von vielen, welcher die Untersuchung in der Notaufnahme in Frage stellte. Allerdings führten diese zusätzlichen Verletzungen dazu, dass Lukas einen viel signifikanteren medizinischem Notfall entwickelte, der einen komplizierten Fall im Arzthaftungsrecht nach sich zog.

Die meisten Verletzungen von Lukas waren auf den Röntgenbildern nicht ersichtlich. Der Knackpunkt des Falles liegt daher in dem Umstand, dass der Mechanismus der Verletzung, wie z.B. die hohe Geschwindigkeit des Aufpralls und die Beschwerden des Patienten, den Arzt dazu hätten alamieren müssen, dass möglicherweise eine weitaus höhere Gefahr für den Patienten vorliegt. In der Tat wird diese Art von Verletzung wegen dem Risiko einer arteriellen Beeinträchtigung, z. B. Schaden, als vaskulärer Notfall betrachtet. In diesem Fall hätte die Vorgeschichte des Patienten und der Mechanismus der Verletzung bei einem umsichtigen Arzt den Verdacht einer Auskugelung wecken sollen. Diese Bedenken  würden den umsichtigen Arzt an eine neurovaskuläre Verletzung der Kniekehle denken lassen. Ist dies der Fall, werden zusätzliche Untersuchungen gewährleistet oder der Patient wird zumindest über Nacht zur Kontrolle dabehalten. Stattdessen wurde Lukas entlassen.

Im Verlauf des Abends verspürte Lukas weiterhin Schmerzen. Die Gasteltern riefen die Beratungsstelle des Krankenhauses an, welche von Krankenschwestern beantwortet wird, wo ihnen mitgeteilt wurde, dass es erst schlimmer und dann besser werden wird. Die zusätzlichen Verletzungen führten jedoch zu einer zunehmenden Ischämie (ungenügenden Durchblutung), was zu einem Kompartmentsyndrom im unteren Bein von Lukas führte. Da sich keine Besserung einstellte, entschlossen sich die Gasteltern von Lukas ihn in ein anderes Krankenhaus zu bringen. Die ihn dort behandelden Ärzte realisierten sofort die Schwere seiner Verletzungen. Lukas musste mehrere Wochen im Krankenhaus verbringen. Weil  der erste Arzt es unterlassen hatte, rechtzeitig in den Prozess einzugreifen, hatte die ungenügende Durchblutung des Beines bedauerlicherweise dazu geführt, dass die Gewebevitalität nicht erhalten werden konnte und zum Zeitpunkt als die Art der Verletzungen durch die Ärzte im zweiten Krankenhaus richtig eingestuft wurden, war es schon zu spät und die Ärzte rieten dazu, das Bein von Lukas zu amputieren. Im Endeffekt wurde Lukas, aufgrund des Beharren seiner Mutter, mit einem Ambulanzflugzeug zurück nach Deutschland geflogen, wo er für einen längeren Zeitraum behandelt wurde und es den Ärzten möglich war, sein Bein zu retten. Bei dem Versuch die schweren Verletzungen seines Beines zu korriegieren, musste er sich jedoch 14 Operationen unterziehen. Trotz dieser Bemühungen konnte das verletzte Muskelgewebe an seinem Bein nicht mehr gerettet werden, was ihn mit einem von Ärzten genannten ‟Storchenbein” zurückläßt.

Lukas war ein begeisterter Tennisspieler. Vor dem Unfall spielte dieser deutscher Austauschschüler Fußball und ging Joggen, war oft Ski gelaufen, fuhr Inline Skaters und Fahrrad. Aufgrund des Unfalls  konnte Lukas all diese Aktivitäten nur noch schwer oder gar nicht mehr ausüben.  Ohne Frage wurde sehr viel im täglichen Leben von Lukas beeinflußt.

Die Kanzlei The Jackson Law Firm engagierte 10 Experten, die dabei halfen, den Fall gründlich für das Gerichtsverfahren vorzubereiten, einschließlich einem Arzt der Notfallaufnahme, einem Kinderarzt der Notfallaufnahme, einem Orthopäden, einem deutschen Orthopäden, um sich mit der Behandlung in Deutschland zu beschäftigen, einem Gefäßchirurgen, einem Physiater, einem Psychologen, einem ‟Life Care Planner”, einem deutschen Experten für den Arbeitsmarkt und einem Wirtschaftswissenschaftler. Lukas wurde in die USA eingeflogen, so dass die meisten der engagierten Experten ihn persönlich einschätzen konnten. Die Berichte der Experten waren umfänglich und malten ein Bild, welches der Gegenseite aufzeigte, dass ein Gerichtsverfahren ein großes Risiko für sie mit sich bringen würde. Obwohl medizinisches Personal in Minnesota nicht verpflichtet ist, sich einer Mediation zu unterwerfen, waren es letztendlich die Beklagten – als sie mit den überragenden Beweisen konfrontiert wurden, welche der Jury vorgelegt würden – welche um eine Mediation baten. Die Kanzlei The Jackson Law Firm konnte im Endeffekt im Arzthaftungsrecht eine Vergleichssumme i.H.v. $ 5.000.000,00 für den deutschen Austauschschüler erzielen.

Wenn Sie eine Kanzlei beauftragen, Ihre rechtlichen Interessen zu vertreten, beachten Sie zwei wichtige Punkte: 1) besitzt die Kanzlei die nötige Erfahrung, um Sie in Ihrem Fall vertreten zu können und 2) ist sie im Stande, sich richtig auf das Gerichtsverfahren vorzubereiten, so dass die Beklagten das Risiko, das sie mit einem Gerichtsverfahrens eingehen auch vollständig verstehen. Diese zwei Punkte werden einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zum Erfolg in Ihrem Fall leisten. Auch wenn andere Kanzleien behaupten, über solches Können und solche Fähigkeiten zu verfügen, nehmen Sie sich die Zeit und überprüfen Sie diese Behauptungen. Die Familie von Lukas hat sich die Zeit genommen, diese Kanzlei gründlich zu prüfen und bestitzt nun den Seelenfrieden, einen außerordentlich guten Vergleich für Lukas geschlossen zu haben. Tatsächlich hat die Höhe des Vergleichs die Reichweite überschritten, welche normalerweise bei einem Fall im Bereich des Arzthaftungsrechts in Minnesota erreicht wird.  Die Art und Höhe des Vergleichs haben es Lukas erlaubt einen neuen Karriereweg im Bereich des Ingenieurwesens einzuschlagen.  Lukas, ein kluger junger Mann, kann nun, durch die Resolution der schweren Zeit in seinem Leben, Frieden mit seinem Leben schließen.

Ich und zwei andere Rechtsanwälte dieser Kanzlei haben Lukas und seine Familie bereits mehrmals seit dem Vergleichsschluss in diesem Fall besucht und pflegen regelmäßigen Kontakt.  Das ist ein Spiegelbild dessen, wie wir unsere Mandanten sehen, als Teil einer großen Familie, für die wir eifrig nach Erfolg streben.

Im vorliegenden Fall wird auch noch ein anderer Punkt unterstrichen, welcher der Kanzlei The Jackson Law Firm innewohnt. Wir repräsentieren überall in den Vereinigten Staaten regelmäßig deutsche Mandanten im Arzthaftungsrecht. Einem allgemeinen amerikanischen Anwalt / Kanzlei wird es aufgrund der Sprache und kulturellen Unterschieden nicht möglich sein, die Bedürfnisse eines deutschen Mandanten so zu verstehen, wie sie die Kanzlei The Jackson Law Firm versteht. Unser Können mit diesen Feinheiten umzugehen ist oftmals der Schlüssel zum Erfolg. In Kanzleien, die einen unerfahrenen deutschen Rechtsanwalt als Mittelmann für die amerikanischen Kollegen einschalten, ist ein Einschleichen von Fehlern bereits vorprogrammiert. Bestehen Sie im Generellen, nicht nur im Arzthaftungsrecht, auf jemanden der Ihre Sprache spricht, sondern auch auf jemanden, der Erfahrung in Ihrer Art von Fall vorweisen kann – wir freuen uns darauf, Ihren Bedürfnissen die besten Lösungen bieten zu können.

Wir empfehlen Ihnen, sich einmal auf unserer Internetseite umzuschauen und mehr über die Kanzlei The Jackson Law Firm, ihre Rechtsanwälte und Tätigkeitsfelder zu erfahren. Unsere internationale Erfahrung erlaubt es uns, unsere Mandanten in internationalen Angelegenheiten zu vertreten und die Kanzlei freut sich auf die Möglichkeit, dieser Erfahrung für Sie umzusetzen. Bitte kontaktieren Sie uns per Email, um Ihre Angelegenheit zu besprechen.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass unsere Anwaltskanzlei Sie noch nicht repräsentieren und für Sie tätig werden kann, bis wir eine schriftliche Vertretungsvereinbarung eingegangen sind. Falls wir nicht auf Ihre Anfrage antworten oder wir Ihren Fall nicht übernehmen können, kontaktieren Sie bitte unverzüglich eine andere Anwaltskanzlei, um Ihren Fall bewerten zu lassen.